Preise

Ernst Rodin Preis

Ernst A. Rodin (30.8.1925 –5.2.2017) geboren in Wien, studierte Humanmedizin und promovierte 1949 an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien. Er wanderte 1950 in die USA aus, wo er die neurologische / elektrophysiologische Ausbildung an der Mayo Clinic in Rochester absolvierte. Anschließend führte ihn seine weitere wissenschaftliche Karriere als Leiter des EEG Labors an die Wayne State University in Detroit. Danach war er bis zu seiner Emeritierung 2016 Professor am Department für Neurologie der University of Utah. Ernst A. Rodin war 1975 Präsident der American Clinical Neurophysiology Society und erhielt von dieser Gesellschaft 2014 den Jasper Lifetime Achievement Award.

Sein bereits früher elektroenzephalographischer Forschungsschwerpunkt galt den Hochfrequenzoszillationen („high frequency oscillations – HFOs“) sowie zuletzt der infralangsamen Aktivität („infraslow acitivity“; 0,01-0,1 Hz). Neben der Neurophysiologie, inklusive dem MEG, beschäftigte sich Ernst A. Rodin Zeit seines Lebens mit Epilepsie.
Dr. Rodin war bis kurz vor seinem Tod wissenschaftlich aktiv, er war Autor zahlreicher Publikationen und mehrerer Bücher.
Darüber hinaus war er Verfasser eines monatlichen Blogs mit dem Titel „Rodin ́s Thoughts“ auf der Website www.thinktruth.com, in dem er geschichtskritische Abhandlungen insbesondere über Europa vor und nach dem 2. Weltkrieg und die aktuelle Politik darlegte. Bemerkenswert ist seine Autobiographie „War and Mayhem: Reflections of a Viennese Physician.”

Die ÖGKN vergibt alle 2 Jahre den Ernst-Rodin-Preis in der Höhe von € 5000,- für eine hervorragende, international hochrangig publizierte, wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der experimentellen oder klinischen Elektroneurophysiologie.

Kriterien:
    •    Es werden ausschließlich Arbeiten aus österreichischen Institutionen bzw. Arbeiten, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler während eines Studienaufenthaltes im Ausland durchgeführt haben, berücksichtigt (Die Erstautorin/Der Erstautor soll an einer Österreichischen Institution affiliiert auf der Publikation ausgewiesen werden).
    •    Es besteht kein Alterslimit für die Erstautorin/den Erstautor.
    •    Die Erstautorin/der Erstautor oder der Senior/korrespondierender Autor muss Mitglied der ÖGKN sein.
    •    Die Arbeiten müssen im Zeitraum 1.3.2022 bis 28.2.2024 zur Veröffentlichung akzeptiert werden.
    •    Eingereicht werden können nur Original-Arbeiten in Top- oder Standard-Klasse I-Journalen (lt. SCI) mit „peer review System“. Meta-Analysen können gewertet werden, wenn sie methodisch mit einer Originalarbeit vergleichbar sind. Nicht in die Wertung aufgenommen werden ‚Letters‘, ‚Case reports‘, ‚Reviews‘ und ‚Editorials‘, Abstracts, Buchbeiträge, Arbeiten in Supplementbänden und Consensus-Statements.
    •    Die eingereichte Arbeit darf zuvor mit keinem anderen Preis prämiert worden sein.
    •    Personen, die bereits in der Vergangenheit den Ernst Rodin Preis verliehen bekommen haben, sind von der Bewerbung ausgeschlossen.

Die Bewerberinnen und Bewerber können die notwendigen Unterlagen (Publikation, einen formlosen Antrag, Lebenslauf und die Publikationsliste der letzten 5 Jahre) an das Sekretariat der ÖGKN oegkn@studio12.co.at bis zum 1. März 2024 einreichen. Die Entscheidung über die Verleihung erfolgt nach Durchlaufen eines Peer-Review-Prozesses mit einfachem Mehrheitsbeschluss durch ein Gremium, das sich aus dem Vorstand und dem wissenschaftlichen Beirat der ÖGKN zusammensetzt.

Hellmuth Petsche Preis

Hellmuth Petsche (24.8.1923 – 14.10.2017) war ein österreichischer Neurologe und Psychiater und klinischer Neurophysiologe. Er studierte in Wien, Würzburg und Innsbruck Humanmedizin und promovierte 1948 in Innsbruck. Anschließend begann er seine Facharztausbildung an der Wiener Universitätsklinik für Neurologie und Psychiatrie und arbeitete dort mit Ing. Adolf Marko im EEG – Labor. Sein Werdegang führte ihn über das Department of Anatomy der University of California in Los Angeles (UCLA) 1961 zurück nach Wien zunächst als Leiter der Abteilung für experimentelle Neurologie und Elektroenzephalographie am Institut für Neurologie der Universitätsklinik Wien (1961), wo er 1963 habilitierte und zum Professor für Neurologie, Neuroanatomie und Neurophysiologie ernannt wurde. Ab 1969 leitete er das Institut für Hirnforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und zuletzt (1973) als Vorstand des Instituts für Neurophysiologie der Universität Wien. H. Petsche war von 1978 bis 1990 wissenschaftlicher Direktor der Herbert-von-Karajan Stiftung der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. Aufgrund seiner wissenschaftlichen Leistungen wurde er 1981 in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina gewählt.
H. Petsche war Gründungsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für klinische Neurophysiologie (1956) und Gründungsherausgeber der Zeitschrift für Klinische Neurophysiologie (1970). 1961 wurde er zum Vize-Präsidenten der International Society for Electroencephalography and Clinical Neurophysiology gewählt.
Sein wissenschaftlicher Schwerpunkt war die Erforschung und mathematische Analyse der elektrischen Hirntätigkeit und verwandter Bereiche, wie der Zusammenhang der EEG Aktivität mit kognitiven Aufgaben, insbesondere in Verbindung mit Musik.
Dr. Petsche war Autor von über 300 wissenschaftlichen Artikeln und mehreren Büchern.

Die ÖGKN vergibt alle 5 Jahre den Hellmuth Petsche-Preis. Mit diesem Ehrenpreis will sich die Gesellschaft bei Menschen, die sich besonders herausragend um die Entwicklung der Neurophysiologie in Österreich bemüht haben, wertschätzen. 

Im Rahmen der Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung im Oktober 2023 in Graz werden wir diesen Ehrenpreis das erste Mal an zwei hervorragende klinische Neurophysiologen verleihen.

Alfred-Hauptmann-Preis

Hier finden Sie alle Informationen zu dem Alfred-Hauptmann-Preis.

Michael-Preis

Hier finden Sie alle Informationen zu dem Michael-Preis.